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24 erstaunliche Tricks gegen Blähbauch

25. März 2016

Am Morgen wachst du auf und schaust auf deinen flachen Bauch.

Aber je weiter der Tag voranschreitet, desto dicker und aufgeblähter wird das gute Stück.

Kennst du das auch?

Es sieht nicht nur unschön aus, ein Blähbauch kann auch richtig weh tun.

Aber damit ist jetzt Schluss!

Ich werde dir zeigen, weshalb du einen Blähbauch bekommst und wie du ihn vermeiden kannst.
Falls du jetzt gerade einen Blähbauch hast, dann zeige ich dir am Ende dieses Artikels auch noch ein paar schnelle Tricks, die Soforthilfe leisten können.

Was ist eigentlich ein Blähbauch?

Ein Blähbauch oder Meteorismus ist eine hohe Ansammlung von Darmgasen.

Obwohl dieses Symptom sehr unangenehm ist und auch mit Blähungen einhergehen kann, sind die Ursachen häufig ungefährlich.
Meist liegt es einfach an einer zu hohen Luftzufuhr, die wir mit dem Essen und Trinken aufnehmen.
Gleichzeitig erhöhen manche Essgewohnheiten und Lebensmitteln die intestinale Gärung, was eine erhöhte Gasproduktion zur Folge hat.

Ein bewussterer Umgang mit der Ernährung und kleine Umstellungen können dieses Problem aber leicht beheben.

Wann sollte ich zum Arzt gehen?

Egal ob du nur leichte Beschwerden oder richtig starke Schmerzen hast, du solltest auf jeden Fall nach den Ursachen deines Blähbauchs suchen.

Gerade wenn zu dem Völlegefühl auch ein unregelmäßiger Stuhlgang, Brustschmerzen oder sogar Blut im Stuhl auftreten, solltest du zu einem Arzt gehen, um die Ursachen zu erkunden.

Auch wenn der Blähbauch über mehrere Stunden anhält und beispielsweise auch am nächsten Morgen noch nicht verschwunden ist, kann die Untersuchung eines Arztes sinnvoll sein.

Es könnten auch schlimmere Erkrankungen hinter dem Blähgefühl stecken.
Zum Beispiel eine chronische Bauspeicheldrüsenentzündung, eine bakterielle Fehlbesiedlung des Dünndarms oder das Reizdarmsyndrom.
Im Zweifelsfall lohnt es sich, zum Arzt zu gehen und schlimmere Krankheiten ausschließen zu lassen.

Ursachen für deinen Blähbauch

Bei der normalen Verdauung entstehen unweigerlich Gase.
Das ist vollkommen normal.

Wenn die Nahrung vom Magen in den Darm übergeht, dann müssen die Magensäure und auch Fettsäuren neutralisiert werden.
Dies geschieht mit Hilfe von Kohlendioxid (CO2).

Viel des geruchlosen CO2 wird wieder an das Blut abgegeben und abgeatmet.
Aber der Rest mischt sich mit den anderen Gasen im Darm, die teilweise aus Methan, Ammoniak und Schwefel bestehen können.
Diese Gaswolke muss sich innerhalb einer halben Stunde durch den Darm pressen, obwohl die meisten Nahrungsmittel bis zu zwei Tagen darin bleiben.

Du siehst also, dass eine gewisse Gasbildung vollkommen normal und nicht besorgniserregend ist.
Normalerweise solltest du das aber kaum wahrnehmen.

Ein leichtes Völlegefühl nach dem Essen kann auch einfach der Menge der aufgenommenen Nahrung geschuldet sein.

Wenn der Bauch sich aber jeden Tag und vielleicht sogar mehrmals aufbläht, dazu auch noch Blähungen und Schmerzen kommen, dann ist es nicht mehr auf die normale Ernährung zurückzuführen.

Hier zeige ich dir ein paar mögliche Ursachen, die du überprüfen solltest, wenn dich ein Blähbauch quält.

Hektik und Stress

Spätestens seit Burnout zur Volkskrankheit geworden ist weiß man, dass Stress ungesund ist.
Aber Stress hat auch erheblichen Einfluss auf deine Verdauung.

Zunächst können Ängste, Nervositäten oder langanhaltende Hektik psychosomatisch Magen-Darm-Beschwerden auslösen.

Dazu kommen häufig falsche Essgewohnheiten.
Durch den täglichen Stress nehmen sich die wenigsten Zeit zum Essen.

Folge ist dann, dass nicht richtig gekaut wird.
Aber dadurch wird man nicht nur schneller dick.
Wenn du zu schnell isst, dann schluckst du dabei viel Luft. Diese wird zum Teil wieder ausgeatmet, aber ein großer Teil davon bleibt im Darm und sorgt so für unangenehme Fülle.

Wenn du nicht richtig kaust, dann wird die Nahrung auch nicht optimal vorbereitet.
Kauen dient nämlich nicht nur dem Zerkleinern der Nahrung, sondern setzt auch Enzyme frei, die bereits im Mund mit der Aufspaltung beginnen.
Sie werden mit hinuntergeschluckt und unterstützen dann die Verdauungsprozesse zusätzlich.

Gelangen dagegen Kohlenhydrate unverdaut in den Dickdarm, werden sie von den Bakterien vergoren, wodurch zusätzliche Gase entstehen.

Kaust du nicht richtig, dann hast du also nur sehr wenige Enzyme im Mund und die Nahrungsbrocken sind zu groß, um in Magen und Darm gut verdaut zu werden.

Entspannungsübungen können dir helfen, insgesamt ruhiger und gelassener zu werden.
Außerdem fördert eine gezielte Bauchatmung die Darmaktivität.

Daraus ergeben sich die beiden ersten und wesentlichsten Tipps gegen einen Blähbauch:

# 1 bewusster Essen

Versuche, dich beim Essen auf das Essen zu konzentrieren.
Das hat nicht nur den Vorteil, dass du den Geschmack besser wahrnehmen kannst.
Du wirst auch automatisch langsamer essen.

Wenn es dir schwer fällt, dann probiere doch mal Stäbchen oder Kuchengabeln aus.
So musst du dich besser konzentrieren und zwingst dich selbst zur Achtsamkeit.

# 2 viel Kauen

Bereite deine Verdauung optimal vor und kaue so lange, bis du einen gleichmäßigen Brei im Mund hast.
Du kannst am Anfang auch mit Zählen arbeiten.
30 Mal kauen hat sich hier bewehrt.
Allerdings wird das auch schnell nervig. Wenn du dich daran gewöhnt hast, genug zu kauen, brauchst du nicht mehr zählen.

Ballaststoffe

Es klingt seltsam, dass Ballaststoffe am Blähbauch mit verantwortlich sein sollen.

Aber eigentlich ist es ganz natürlich.
Denn Ballaststoffe sind die unverdaulichen Bestandteile der Nahrung.
Sie verlangsamen die Verdauung.
Im Darm binden sie Wasser und quellen dann auf.

Außerdem ernähren sich viele Darmbakterien von den für uns nicht verwertbaren Kohlenhydraten.

Sogar die nicht löslichen Ballaststoffe regen die Darmtätigkeit zusätzlich an, obwohl sie sonst keine Funktion für unseren Körper übernehmen.

Das sind alles wichtige Aufgaben, die deinen Körper vor zahlreichen Krankheiten und Verschleiß schützen.
Aber dennoch wird sowohl das Volumen, als auch die Gasproduktion dadurch erhöht.

Besonders wenn du erst mit einer ballaststoffreichen Ernährung anfängst, kann dein Verdauungssystem dadurch überfordert sein.
Deshalb solltest du dich nur langsam steigern.

Allgemein wird empfohlen etwa 30 Gramm Ballaststoffe am Tag zu essen.
Das entspricht etwa fünf Portionen Obst und Gemüse am Tag.

Besonders ballaststoffreich sind Kohlgemüse, Artischocken, Hülsenfrüchte, Zwiebelgewächse und Wurzelgemüse, aber auch Vollkornprodukte.

# 3 auf Ballaststoffe achten

Natürlich solltest du nicht aufhören, ballaststoffreiches Obst und Gemüse zu essen.

Aber durch Ballaststoffe erhöht sich dein Wasserbedarf.
Durch mindestens zwei Liter Wasser am Tag, kannst du die Blähbauch-verursachenden Wirkungen der Ballaststoffe einigermaßen wieder ausgleicht.

Unverträglichkeiten

Heute sind die Menschen viel bewusster geworden.
Dennoch wissen viele einfach nicht, dass sie bestimmte Lebensmittel nicht gut vertragen.
Die Häufigsten Unverträglichkeiten beziehen sich auf die großen Drei: Laktose, Fruktose und Gluten.
Schauen wir uns also mal an, was passiert, wenn wir beispielsweise Laktose nicht vertragen.

Laktose

Laktose besteht aus Glukose und Galaktose.
Normalerweise spaltet Laktase beide im Dünndarm, sodass sie ins Blut aufgenommen und verwertet werden können.

Bei einem Mangel an diesem Enzym oder auch bei verschiedenen Darmerkrankungen können die beiden Einfachzucker nicht voneinander getrennt werden.
Der Milchzucker gelangt in den Dickdarm und wird dort von Bakterien vergärt.
So entstehen Fettsäuren, Kohlenstoffdioxid und Wasserstoff.
Sie verursachen dadurch Blähungen und Durchfall.

# 4 Milchprodukte verringern

Wenn du eine Unverträglichkeit hast, ist es selbstverständlich, dass du Milchprodukte meiden oder zumindest verringern solltest.

Aber auch ohne einen Laktasemangel, können Milchprodukte zu Blähbaucherscheinungen führen.
Im Zweifelsfall solltest du diese also besser über ein paar Tage weglassen und deinen Körper beobachten.

Fruktose

Auch Fruktose kann auf den Körper eine ähnliche Wirkung haben wie der Milchzucker.
Gerade in industriell verarbeiteten Produkten ist viel mehr Fruchtzucker enthalten, als der menschliche Körper verarbeiten kann.

Die Folgen sind neben dem aufgebläht Bauch, auch Blähungen, Bauchschmerzen und Durchfall.

# 5 Fruktose meiden

Mache keinen Bogen um Obst, das von Natur aus Fruktose enthält.
Aber achte darauf, was in den Fertigprodukten enthalten ist.
Meide Zucker, Fruktose und Glukose-Fruktose-Sirup.
Wenn du wirklich Probleme mit Fruktose hast, solltest du auch bei bestimmten Obstsorten und Honig aufpassen.

Gluten

Gluten ist das Klebereiweiß aus Getreidesorten wie Weizen, Roggen oder Gerste.

Leichte Glutenunverträglichkeiten verlaufen ähnlich wie schon bei der Fruktose und Laktose.
Allerdings gibt es auch schlimmere Erkrankungen wie die Zöliakie.
Hierbei verursacht das Gluten Entzündungen im Dünndarm.

In beiden Fällen können Verdauungsstörungen und Blähbauch die Folge sein.
Da Zöliakie dein Risiko an Darmkrebs zu erkranken deutlich erhöht, solltest du bei einem Verdacht besser direkt zum Arzt gehen und es untersuchen lassen.

# 6 Gluten meiden

Wenn du dir nicht sicher bist, wie gut du Gluten eigentlich verträgst, dann verbanne es einfach mal eine Woche lang aus deiner Ernährung.
Das klingt zunächst schwierig, aber viele Sachen lassen sich relativ einfach ersetzen und selbst backen.

Wenn du die Wahl hast, solltest du besser eine glutenfreie Mahlzeit zu dir nehmen.

Schwangerschaft

Verstopfungen und Blähungen gehören zu den normalen Problemen einer Schwangerschaft.

Der erhöhte Progesteronspiegel sorgt dafür, dass die Organe entspannen.
Auch der Darm wird dadurch träge.

Das sorgt zwar dafür, dass die Nährstoffe noch besser verwertet werden.
Aber leider auch zu einer erhöhten Gasproduktion.

Wächst das Baby im Bauch, verstärken sich diese Probleme, weil der Darm weniger Platz hat.

Dagegen kann man leider kaum etwas tun, dennoch können die unten aufgeführten Tricks dir auch bei einer Schwangerschaft gegen Blähungen und Völlegefühl helfen.

Medikamente

Viele Arzneimittel haben Blähungen als Nebenwirkung auf dem Beipackzettel stehen.
Bekannt sind hier besonders Mittel für Diabetiker, penicillinhaltige Antibiotika und Abführmittel.

Antibiotika stören die Darmflora erheblich, während Abführmittel die Darmschleimhaut verändern kann.

Wenn eine Behandlung mit Medikamenten also nicht notwendig ist, dann solltest du besser auf sie verzichten.
Die Liste der Nebenwirkungen ist meist länger als die Liste der positiven Wirkungen.

Schwache Bauchmuskulatur

Wenn du keine wirklichen Schmerzen hast, sondern dich nur die Optik des dicken Bauchs stört, kann das Training deiner Bauchmuskulatur helfen.
Denn wenn die Bauchmuskulatur zu schlaff ist, wird sich dein Bauch schon bei kleinen Gasansammlungen weit ausdehnen.
Eine starke Bauchmuskulatur hält dagegen alles an seinen Platz.
Dann kannst du auch mal sündigen, ohne dass man es sofort sieht.

# 7 stärke deine Bauchmuskulatur

Wenn du deine Bauchmuskulatur stärken willst, bringen dir Crunches aber sehr wenig.
Neben der geraden ist hierbei vor allem die schräge Bauchmuskulatur gefragt.
Da diese deinen Bauch zusammenzieht, hat sie quasi einen Soforteffekt.

Wirkungsvoll sind Ganzkörperübungen wie beispielsweise Klimmzüge, Bicycle Crunches oder auch Leg downs.
Ein schönes 4 Minuten Workout mit ein paar zusätzlichen Erklärungen gibt es zum Beispiel bei Moin Yamina.

Ursachenforschung

Kaum jemand kennt seinen Körper wirklich so gut, dass er genau weiß, was er verträgt und was nicht.
In dieser Hinsicht sind wir alle einzigartig.

Dennoch gibt es eine Reihe von Lebensmitteln, die von vielen Menschen schlecht vertragen werden und zu einem Blähbauch führen können.
Dazu gehören alle Kohlsorten, Hülsenfrüchte, Zwiebeln, Pilze und jedes Essen, das besonders fettig oder süß ist.

Jeder muss selbst herausfinden, was ihm oder ihr gut bekommt und was nicht.

# 8 Ernährungstagebuch führen

Der einfachste und schnellste Weg, um seinen Körper besser kennen zu lernen, ist ein Ernährungstagebuch.
Dort schreibst du hinein, was du zu welcher Zeit gegessen hast und auftretende Symptome wie Blähungen oder Müdigkeit.

Schreibst du ein paar Wochen lang alles gewissenhaft auf, kannst du bald nachvollziehen, welche Nahrungsmittel deinem Darm Probleme verursachen.

Falls du dir dennoch unsicher bist, dann lass gewisse Lebensmittel einfach mal eine Woche weg und beobachte, ob sich die Symptome verbessern.
Das klingt nicht sehr professionell, aber genau so gehen auch Ernährungsberater vor.

Prävention

Hier habe ich für dich noch ein paar einfache Tricks zusammengestellt, die dir gegen den Blähbauch helfen werden bevor er überhaupt entsteht.

# 9 Reihenfolge der Lebensmittel beachten

Die richtige Reihenfolge der Nahrungsaufnahme wird oft übersehen.
Dabei hat sie einen erheblichen Einfluss auf unseren Körper.

Dies liegt nicht zuletzt daran, dass die Makronährstoffe in unterschiedlichen Organen verdaut werden.
Während Kohlenhydrate und Fette den Magen relativ ungehindert passieren, werden hier die Proteine von Enzymen gespalten.

Das legt nahe, dass du besser erst Kohlenhydrate und Fette essen solltest und anschließend Eiweiß.

Isst du Kohlenhydrate und Proteine gemeinsam, bleiben die Kohlenhydrate länger im Magen.
Das saure Milieu hemmt jedoch die Aktivität der Amylase, sodass die Kohlenhydrate langsamer gespalten werden und teilweise unverdaut im Dickdarm ankommen.

Es gibt Lebensmittel, die innerhalb von 30 Minuten durch den Magen gelangen. Das trifft auf die meisten Obstsorten zu.
Aber es gibt auch schwer verdauliche Lebensmittel –wie Fleisch-, die bis zu 6 Stunden darin verbleiben.

Essen wir nun zunächst die schwer verdaulichen Sachen, blockieren sie den Weg für die leichter verdaulichen Bestandteile der Nahrung.
Sie liegen dann oben auf dem Essensberg und fangen an zu gären.
Dadurch bilden sich wieder vermehrt Gase und dein ohnehin schon voller Bauch bläht sich noch weiter auf.

Versuche also zunächst die leicht verdaulichen Bestandteile der Mahlzeit zu dir zu nehmen.
Am besten isst du Obst zu erst. Danach Gemüse. Und erst dann Kohlenhydrate und Fette. Zum Schluss die Bestandteile mit viel Eiweiß.

Das funktioniert natürlich nicht immer.
Bei Eintöpfen beispielsweise wird eine solche Trennung schwierig.

Aber wenn du darauf ein bisschen achtest, wirst du schon bald eine große Veränderung feststellen.

# 10 nicht direkt bei oder nach dem Essen trinken

Viel Trinken ist gesund, aber wenn du direkt zu den Mahlzeiten etwas trinkst, verdünnt das die Magensäure.
Dadurch verlängerst du den Verdauungsprozess erheblich und verschlechterst auch die Nährstoffaufnahme.

Höre lieber schon zehn oder zwanzig Minuten vor dem Essen auf zu trinken.
Und gib deinem Magen nach dem Essen mindestens eine halbe Stunde Zeit.

# 11 mehrere, kleine Mahlzeiten

Je größer deine Mahlzeiten sind, desto voller wird dein Magen und desto dicker wird dein Bauch aussehen.
Aber große Mahlzeiten sind auch schwieriger zu verdauen.
Die Verdauung dauert dann meist länger und es gelangen mehr unzureichend verdaute Bestandteile in den Darm, wo sie von Bakterien in Gase umgesetzt werden.

Da kann es helfen, alle zwei oder drei Stunden eine kleinere Mahlzeit zu dir zu nehmen statt drei großer.

So entsteht weniger Stau im Magen, aber deine Verdauungsorgane haben trotzdem genug Zeit, um sich wieder zu erholen, bevor die nächste Nahrung kommt.

# 12 keine Fertigprodukte essen

Ich habe bisher noch kein einziges Fertigprodukt gesehen, dass nicht auf Geschmacksträger wie Laktose, Fruktose oder andere Süßungsmittel zurückgegriffen hätte.
Besonders Diät oder light Produkte haben viele dieser Zusatzstoffe.
Die meisten dieser Geschmacksverstärker haben zwar weniger Kalorien als Zucker, werden aber auch deutlich schlechter vertragen.
Das zählt sowohl für Gerichte und Süßigkeiten, als auch für Limonaden oder Milch- bzw. Fruchtdrinks.

Verdauungsprobleme kann zum Beispiel der Zusatz Sorbit (E 402) mit sich bringen.
Sorbit ist in vielen „zuckerfreien“ Süßigkeiten enthalten.
Es blockiert die Aufnahme der Fruktose über die Darmwand und sorgt dadurch ebenfalls zu einer vermehrten Gasproduktion.

Die meisten Fertigprodukte haben zudem einen hohen Bestandteil an Transfettsäuren, die unsere Verdauung zusätzlich erschweren.

Also lass lieber die Finger von Fertigprodukten und freue dich über den Geschmack von frisch zubereiteten Speisen und deinen flachen Bauch.

# 13 Trinke stilles Wasser

Kohlensäurereiche Getränke werden schlechter vertragen und können den Anteil an Luft im Bauch erhöhen.

Also gewöhne dir besser an, stilles Wasser zu trinken. Mit einem Schuss Zitrone oder Orange schmeckt das noch viel besser und bringt auch ein paar Vitamine mit.

# 14 Konsum von Kaffe, schwarzen Tee und Alkohol einschränken

Alkohol, Kaffee und schwarzer Tee reizen den Darm und verlangsamen dadurch ebenfalls die Verdauung.
So bleibt dein Bauch nicht nur länger aufgebläht, es entstehen auch mehr Gärungsgase, die ihn noch weiter dehnen.

# 15 nicht rauchen

Auch Rauchen hat negative Effekte auf die Gase im Verdauungstrakt.
Dies liegt aber daran, dass vermehrt Luft geschluckt wird.
So hat das Rauchen neben seinen vielen ungesunden Auswirkungen auf unseren Körper, auch auf unsere Verdauung einen ähnlichen Einfluss wie das hastige Essen.

# 16 Bohnen, Linsen und Kohl mit Natron zusammen essen

Natron hilft gegen Sodbrennen, aber es hilft auch die durch Bohnen, Linsen und Kohl entstehenden Blähungen zu vermindern.

Streue einfach eine Brise Natron über dein Essen und schon kannst du die Mahlzeit ohne Blähungen genießen.

# 17 tierische Produkte einschränken

Tierische Produkte sind für den menschlichen Körper relativ schwer zu verdauen. Deshalb verzögern sie den gesamten Verdauungsprozess und werden auch nur unzureichend zerlegt.

Wenn dein Blähbauch einfach nicht verschwinden will, dann solltest du auf jeden Fall versuchen, mal weniger tierische Produkte zu dir zu nehmen oder eine Weile ganz darauf zu verzichten.

# 18 mehr Bewegung

Zunächst erscheint es seltsam, dass ausgerechnet Bewegung eine Auswirkung auf unsere Verdauung haben soll.
Aber ein leichtes Workout wirkt auf den Darm stimulierend und entlastend zu gleich.
Gerade bei einem schmerzhaft aufgeblähten Bauch, hilft Bewegung, weil es die Organe entkrampft.

Das Ganze wirkt wie eine sanfte Massage.
Und das hilft nicht nur in akuten Fällen.
Regelmäßige Bewegung kann der Luft im Bauch sogar vorbeugen.

Wenn es mal wieder schlimmer wird, dann versuche es doch einfach mal mit einer Runde Luft-Radfahren.
Dazu legst du dich auf den Rücken und hebst die Beine nach oben. Jetzt machst du mit den Beinen ähnliche Bewegungen als würdest du Fahrrad fahren.

Auch eine leichte Massage der Bauchgegend kann hier Wunder wirken.

# 19 Keine Kaugummis kauen

Kaugummi-Kauen kann dazu führen, dass wir mehr Luft verschlucken.

Wie schon die Fertigprodukte enthält zudem auch Kaugummi künstliche Süßungsmittel.

Wenn deine Verdauung empfindlich ist, solltest du generell Produkte mit E 420, 421, 967, 953, 966, 965 und 968 meiden.
Sie können sich alle negativ auf deine Digestion auswirken.

Abführmittel nur im Notfall nehmen

Wie oben schon erwähnt, haben Abführmittel nicht gerade die besten Auswirkungen auf unsere Organe.
Sie zwingen den Darm, sich radikal zu entleeren.
Dadurch werden nicht nur der Darm und die Darmflora beschädigt.
Auch Wasser und Mineralstoffe werden einfach mit ausgeschwemmt.

Der Darm braucht ziemlich lange, um sich von einer solchen Tortur zu erholen.

Soforthilfe gegen Blähbauch

Wenn du schon einen aufgeblähten Bauch hast und erst mal eine schnelle Hilfe brauchst, dann ist dir mit den altbewehrten Hausmitteln am besten geholfen.

# 20 Tee

Die Wärme des Tees entspannt den Darm und hilft ihm dadurch, besser zu arbeiten.
Besonders krampflösend wirken übrigens Fenchel, Kamille, Pfefferminze und Anis.
Sie helfen auch gleich gegen übermäßige Blähungen.

Obwohl du jetzt vielleicht direkt einen Tee aufbrühen möchtest, achte darauf, dem Magen vorher genug Zeit zum verdauen zu lassen.

# 21 Kümmel- oder Fenchelsamen kauen

Auch Kümmel und Fenchelsamen helfen gegen Blähungen und Völlegefühl.
Deshalb werden sie bei manchen indischen Restaurants nach dem Essen serviert.

Sie haben zusätzlich den Vorteil, dass sie den Geschmack und Geruch des Essens abschwächen.

# 22 Ingwer

Ingwer erhöht den Stoffwechsel, indem er die Verdauung ankurbelt.
Gleichzeitig hilft die Wurzel dabei, den Darm zu entspannen und löst Verkrampfungen.

Du kannst Ingwer entweder roh essen oder als heißen Tee aufgießen.

# 23 Minzöl

Minzöl hat entspannende, krampflösende Wirkung und wird gezielt gegen Blähbauch eingesetzt.

Hierzu verdünne ein paar Tropfen Minzöl im warmen Wasser.
Minzöl kannst du ohne Bedenken trinken.

# 24 Wärmflasche

Da Wärme insgesamt hilft, den Bauch zu entspannen und auch die Enzymaktivität ankurbelt, wirkt auch eine Wärmflasche hervorragend gegen Blähbauch.

Lege die Wärmflasche einfach auf deinen Bauch und entspanne.
Das tut auch der Seele gut.

Meine Empfehlungen

Wenn du auf deinen Körper hörst und darauf achtest, welche Lebensmittel du nicht gut verträgst, solltest du eigentlich keine Probleme mit einem Blähbauch haben.

Ein Blähbauch ist keine normale Reaktion, sondern immer ein Hinweis darauf, dass etwas schief läuft.

Also nimm es als Warnung auf.
Egal ob du zu viel Stress in deinem Leben hast oder die falschen Sachen zu dir nimmst, du solltest es ändern und deine Ernährung an deinen Körper anpassen.

Nimm dir Zeit zum Essen und genieße es richtig.
Probiere ein paar meiner Tipps aus.
Dann dürfte der aufgeblähte Bauch bald schon der Vergangenheit angehören.

Quellen und weiterführende Literatur:

 

Giulia Enders: Darm mit Charme. Alles über ein unterschätztes Organ.  2014.

Kirchner H. & Mühlhäußer J.: Basics Biochemie. 2009.

Rehner G. & Daniel H.: Biochemie der Ernährung. 2010.

Haller D. et al.: Biofunktionalität der Lebensmittelinhaltsstoffe. 2013.

Ebermann R. & Elmadfa I.: Lehrbuch Lebensmittelchemie und Ernährung. 2008.

 

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