recipes Snacks

12 gesunde Alternativen zu gekauften Chips

25. April 2016

Eines haben alle gemeinsam, die versuchen, sich gesund zu ernähren: Am Anfang gibt es diese bestimmten Lebensmittel, auf die man einfach nicht verzichten kann.

Bei mir waren das früher die Chips.

Schon bevor ich mich damit auseinandergesetzt hatte, war mir klar, dass Chips ungesund sind.
Auf wenig Raum staut sich eine Unmenge an Kalorien.
Je nach Marke und Version kommt eine Tüte schon mal auf 900 Kalorien.
Leider ganz ohne die wichtigen Mikronährstoffe, die eine solche Mahlzeit rechtfertigen könnten.

Dazu kommen die meist enthaltenen künstlichen Aromen und Geschmacksverstärker, die unser Körper nicht richtig verdauen kann und doch süchtig machen.
Auch mit Salz sparen Chips bekanntlich nicht.
Zu allem Überfluss sind sie auch noch frittiert.
Das bedeutet nicht nur eine Menge, sondern auch stark erhitztes Fett.
Das dankt uns unser Herz nicht gerade.

Aber gerade am Anfang der Umstellung ist es schwierig, auf solche Dinge zu verzichten, die einen richtigen Heißhunger auslösen.

Wenn du dennoch komplett darauf verzichtest, dann hast mit größter Wahrscheinlichkeit bald das Problem, dass es keinen Spaß mehr macht.
Verzichtest du zu sehr auf die Dinge, die du magst, dann wirst du das mit der gesunden Ernährung bald wieder sein lassen.

Zum Glück kannst du günstige und gesunde Alternativen ganz einfach selbst machen!

Klar, könntest du dir auch einfach Gemüsesticks machen und diese mit einem leichten Dip essen.
Eine Möhre, etwas Gurke, Paprika und ein paar Blätter Chicorée.
Das wäre deutlich gesünder.

Aber mal ganz ehrlich.
Würde dich das wirklich befriedigen?

Mit der Zeit wahrscheinlich schon.
Aber gerade am Anfang der Umstellung ist das schwierig.

Mich jedenfalls hätte die Vorstellung, einfach an einer Möhre zu knabbern, damals vollkommen entrüstet.

Wenn du dich also gesund ernähren möchtest, aber trotzdem Lust auf Chips hast, dann kannst du bei diesen gesunden Alternativen beherzt zugreifen.

Sie helfen dir dabei, die Zeit zu überbrücken bis das Bedürfnis nach Chips nachlässt und dann irgendwann ganz verschwindet.

Bei mir hat das super funktioniert.
Mittlerweise habe ich gar keine Lust mehr auf Chips und auch diese Alternativen mache ich nur selten.

Aber wenn du gerade Heißhunger auf Chips verspürst oder Gäste eingeladen hast, dann findest du hier garantiert das richtige Rezept für dich.

Kartoffelchips selbst herstellen

Kartoffeln sind nicht das Problem, sondern sogar relativ gesund.
Warum Chips also nicht einfach mal selbst machen?
Leider gelingen die ganzen fettfreien Rezepte nicht so richtig.

Aber es gibt einen einfachen Trick, wie die Chips ganz ohne Fett trotzdem richtig kross und lecker werden.

Dafür musst du die Kartoffel erst mal waschen, schälen und in wirklich dünne Scheiben schneiden.
Am besten und gleichmäßigsten funktioniert das mit einem Gemüsehobel.

Wenn die Kartoffelscheiben fertig sind, kannst du sie salzen.
Achte aber darauf, dass du wirklich nur wenig Salz benutzt.
Je nach Geschmack kannst du auch noch Paprikapulver oder Chili dazu geben.

Nimm jetzt einen Schaschlikspieß und wässere ihn, damit er nass ist.
Wenn du ihn nicht nass machst, wirst du die Chips hinterher nicht abbekommen.
Reihe die Kartoffelscheiben dann mit kleinem Abstand auf den Spieß auf.
Das dauert etwas länger, aber das Ergebnis wird viel besser sein.

Lege die Spieße auf einen Suppenteller.
Jetzt sollten die Chips über dem Teller schweben ohne den Boden zu berühren.

Alternativ kannst du die Kartoffel auch einfach auf einen Teller legen.
Aber dann pappen sie schnell an und bleiben oft noch leicht matschig.

Stell den Teller einfach in die Mikrowelle und gare die Chips bei 750 Watt für etwa 6 bis 7 Minuten.
Du solltest sie dabei aber im Auge behalten.
Wenn sie zu dunkel werden, schmecken sie nicht mehr.
Eventuell musst du die Minutenanzahl an deine Mikrowelle anpassen.

Wenn die Chips leicht gebräunt und fertig sind, kannst du sie einfach von dem Spieß ziehen oder direkt davon hinunter knabbern.
Fertig.

Süßkartoffelchips

Süßkartoffelchips kannst du theoretisch genauso herstellen Süßkartoffelchips
wie normale Kartoffelchips.
Aber sie gelingen auch im Backofen ziemlich gut.

Bereite sie ebenso vor wie die Kartoffeln.
Heize den Ofen währenddessen schon mal auf 160 Grad vor.

Die Süßkartoffeln müssen jetzt für etwa 20 Minuten gebacken werden.

Würzen kannst du sie einfach mit Meersalz.
Aber auch eine Mischung aus Salz, Zimt und Gewürznelken schmecken super.
Wenn du Lust auf etwas Scharfes hast, kannst du einfach Cayennepfeffer hinzugeben.

geröstete Kichererbsen

Du willst mehr Protein?
Kein Problem.
Kichererbsen bringen etwa 20% Eiweiß mit.chickpea-315508_1280

Für geröstete Kichererbsen solltest du entweder fertige Kichererbsen aus der Dose nehmen oder du musst sie schon einen Tag vorher einlegen und dann nach Anleitung kochen.

Wenn du die Kichererbsen weiterverarbeitest, müssen sie komplett trocken sein.

Heize den Ofen auf 190 Grad vor.

Jetzt musst du die Kichererbsen nur noch auf das Backpapier legen und gut verteilen.
Dann kommen sie für etwa 30 Minuten in den Ofen.

Alle 10 Minuten solltest du ein wenig am Backblech rütteln, damit sie nicht anpappen.

Du kannst die Kichererbsen entweder mit Salz oder mit Hefeflocken machen.

Die Hefeflocken kannst du schon beim backen einfach drüber streuen.

Wenn du lieber Salz benutzen möchtest, dann gib einfach ein wenig neutrales Öl in eine Schüssel.
Gib Salz und nach Belieben auch Chili, Paprika, Knoblauch und Kreuzkümmel dazu.
Rühr alles einmal durch und schmeiß die fertigen Kichererbsen mit hinein.
Ein bisschen abkühlen lassen und fertig.

Harzer-Käse-Chips

Wenn dir das noch immer nicht genug Protein ist und du nicht vegan lebst, kannst du auch Harzer Käse (Harzer Roller) nehmen.
Auch wenn du den leicht stinkenden Käse eigentlich nicht magst, wird dich der Geschmack überzeugen.
Denn gebacken schmeckt der Käse vollkommen anders. Er ist dann viel milder.

Aber du solltest dennoch bedenken, dass der Käse vor allem Casein enthält.
Ob Casein jetzt wirklich krebserregend ist oder nicht, ist noch nicht komplett geklärt.
Aber es kann im Körper auf jeden Fall vermehrt Entzündungen auslösen.

Du solltest also besser nicht jeden Abend auf diese Chips zurückgreifen.Harzer-Käse

Wenn du sie trotzdem mal ausprobieren möchtest, musst du den Käse einfach in dünne Scheiben schneiden und auf dem Backblech auslegen.

Das ganze kommt dann für 15 bis 20 Minuten bei 160 Grad in den noch kalten Backofen.

Der Vorteil des ganzen ist, dass du den Käse nicht noch extra würzen musst.

Ein Avocadodip schmeckt dazu besonders gut.

Wenn dir das alles noch immer zu viele Kalorien sind, dann greif doch einfach zu den Gemüsechips.
Sie sind genauso leicht herzustellen und haben kaum Kalorien.
Theoretisch kannst du jedes Gemüse dafür benutzen, ich stelle dir hier nur eine kleine Auswahl vor.

Zucchini-Chips

Zucchini waschen und in dünne Scheiben schneiden.appetite-1239182_1920_Meditations

Ein kleines bisschen Öl brauchen sie leider, aber halt dich hier ruhig etwas zurück.
Je nach Backofen und Dicke der Scheiben brauchen sie bei etwa 100 Grad 30 bis 60 Minuten.

Du kannst sie so essen, mit Meersalz bestreuen oder auch mit verschiedenen Gewürzen aufpeppen.
Besonders gut passen Basilikum, Petersilie, Oregano und Thymian.

Rote Beete-Chips

Die roten Chips sind eindeutig ein Hingucker.beetroot-687251_1920_Desertrose7

Die rote Beete musst du schälen und ebenfalls in Scheiben schneiden.
Sei hierbei aber vorsichtig, denn es saut ziemlich rum.

Backe die mit Öl bestrichenen Chips bei 150 Grad für etwa 60 Minuten.
Nach 45 Minuten kannst du Salz und Pfeffer drüber streuen.

Kochbananen-Chips

Kochbananen bekommt man bei uns leider selten.
Aber wenn du mal welche siehst, dann kauf sie und probier dieses leckere Rezept aus.

Schneide auch die Bananen –ohne die Schale!- in Scheiben und backe sie mit wenig Öl für etwa 20 Minuten bei 180 Grad.

Jeder mag die Kochbananen etwas anders, also probiere mit verschiedenen Gewürzen herum, bis du deinen Favoriten gefunden hast.
Probiere für den Anfang doch mal eine Mischung aus Salz, Kreuzkümmel, Cayennepfeffer und Koriander aus.

Möhren-Chips

Karotten bekommst du dagegen überall.vegetables-541727_1920_Jackmac34
Wenn ich es nicht selbst ausprobiert hätte, dann hätte ich nicht geglaubt, dass sie auch als Chips super schmecken.

Backe die Möhrenchips einfach mit etwas Öl bei 200 Grad für 20 Minuten.
Oder wenn du es etwas schonender haben möchtest: bei 180 Grad für 30 Minuten.

Anschließend kannst du sie mit Salz, Dill und etwas Zitrone würzen.

Rosenkohl-Chips

Auch Rosenkohl eignet sich hervorragend für brussels-sprouts-865315_1920_Unsplash
gesunde Chips.

Nimm einfach eine Handvoll – also etwa 10 – Röschen und wasche sie.
Dann schneidest du den Strunk heraus und trennst die einzelnen Blätter ab.
Die Blätter kommen in eine Schüssel mit ein wenig neutralem Öl.

Mische alles gut durch.
Dann kommen sie für etwa 10 Minuten bei 180 Grad in den Ofen.
Die Chips sind fertig, wenn die Ränder leicht braun und knusprig werden.

Gib die Chips dann wieder in eine Schüssel und streu noch eine Prise Salz drauf.
Fertig!

Grünkohl-Chips

Ein bisschen intensiver im Geschmack sind Grünkohl-Chips.
Du wirst sie lieben, wenn du Grünkohl magst.plant-1011492_1920_Oldiefan
Ansonsten sind sie nicht so ein Highlight.

Wasche die Grünkohlblätter und tupfe sie gut ab.
Verteile sie dann auf einem Backblech und backe sie für 30 Minuten bei 150 Grad.
Zwischendurch solltest du den Backofen öffnen, damit die Feuchtigkeit entweichen kann.

Würzen kannst du diesen gesunden Snack zum Beispiel mit Salz und Cayenne-Pfeffer.
Aber auch Rosmarin passt super dazu.

Pastinaken-Chips

Pastinaken sind die richtige Alternative, wenn du es doch ein bisschen kartoffeliger haben möchtest.
Pastinaken-Chips kommen an die normalen Kartoffelchips schon ziemlich nah ran, bringen aber nur einen Bruchteil der Kalorien mit.parsnip-20320_1920_PublicDomainPictures

Heize den Backofen auf 160 Grad Umluft oder 180 Grad Ober-Unterhitze vor.

Die Pastinaken müssen einfach abgebürstet und die Enden entfernt werden.
Dann kannst du sie mit einem Hobel in feine Scheiben schneiden.

Die Pastinaken kommen mit etwas Öl und wenig Salz in eine Schüssel.
Misch erst mal alles gründlich durch.

Danach kommen die Pastinaken auf ein Backblech.
Achte wie immer darauf, dass sie nicht übereinander liegen.

Die Chips brauchen etwa 30 Minuten. Du solltest aber ein Auge darauf werfen.
Wenn sie bräumlich werden und sich wellen, sind sie fertig.

Topinambur-Chips1200px-Helianthus_tuberosus_(rhizomes)

Ähnlich wie die Pastinaken-Chips aber ein wenig süßlicher schmecken Topinambur-Chips.
Ich liebe Topinambur, deshalb liebe ich auch diese Chips.

Du stellst sie ebenso her wie schon die Pastinaken-Chips.
Allerdings solltest du den Ofen nur auf 130 Grad erhitzen.
Dann brauchen sie ebenfalls etwa 30 Minuten.

Meine Empfehlungen

Alle selbstgemachten Chips solltest du besser direkt für den Verzehr herstellen.
Wenn sie lange stehen bleiben, werden sie schnell matschig und schmecken dann nicht mehr.

Wenn du sie nicht sofort essen möchtest, solltest du die Chips abkühlen lassen und dann in einem luftdichten Behälter verstauen.

Wegen dem Öl und dem Salz solltest du auch von diesen gesunden Alternativen nicht zu viel essen.
Aber sei unbesorgt.
Durch die vielen Ballaststoffe machen die meisten der selbstgemachten Chips viel schneller satt als normale Kartoffelchips.

Bei dem verwendeten Öl solltest du ein bisschen aufpassen.
Nicht jedes Öl ist dafür geeignet, so heiß erhitzt zu werden.

Probiere die Rezepte einfach mal aus und lass mich wissen, welches deine Lieblingsalternative ist!

You Might Also Like

No Comments

Leave a Reply

Was interessantes entdeckt? Lass andere teilhaben!