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Erdnusssauce selbst gemacht – zwei leckere Grundrezepte

5. Mai 2016

Hast du schon mal über die vielen verschiedenen Verwendungsmöglichkeiten von Erdnüssen nachgedacht?

Diese eng mit der Erbse verwandten Hülsenfrüchte sind nicht nur ziemlich lecker, du kannst sie auch auf der Fensterbank selbst ziehen.flower-399319_1920

Außerdem sind Erdnüsse auch noch gesund.
Im Vergleich zu anderen Nüssen haben sie viel Eiweiß, nämlich 23,7g auf 100g.
Besonders die Aminosäure Arginin ist mit 2,83 g stark vertreten.
Arginin wirkt nicht nur blutdrucksenkend, sie hat auch einen stärkenden Einfluss auf dein Immunsystem.

Bei den Mineralien sind besonders Kalium, Phosphor und Magnesium zu nennen.
Aber daneben finden sich in der Erdnuss auch Calcium, Zink, Eisen, Mangan, Kupfer und Selen.
Also so ziemliche alle Mineralstoffe, die dein Körper braucht.

Und selbst mit einigen Vitaminen kann die Hülsenfrucht aufwarten.
Neben vielen verschiedenen B Vitaminen (1,2,3,5,6,9) findet sich hier auch einiges an Vitamin E.
Die B-Vitamine sind sowohl für deinen Stoffwechsel, als auch für das Funktionieren des Nervensystems von zentraler Bedeutung.
Vitamin E wirkt zugleich als Antioxidans und beeinflusst die Funktion der Keimdrüsen.

Trotz des in allen Hülsenfrüchten enthaltenen Phytats, das die Aufnahme dieser vielen Vitalstoffe einschränkt, kann man Erdnüsse durchaus als gesundes Lebensmittel bezeichnen.

Aber hier geht es eigentlich nicht um den Mehrwert für deine Gesundheit.
Hier geht es um den Geschmack!

Erdnusssauce – geliebter Exot

Erdnusssauce kennen alle vom Essengehen in Restaurants oder als Sauce auf Falafel.
Aber eigentlich ist sie ein Klassiker, den man auch kinderleicht selbst zubereiten kann.
Dadurch weiß man genau, was eigentlich drin ist.
Und wenn du ein bisschen Arbeit investierst, schmecken die meisten Dinge gleich viel besser.

Für Erdnusssaucen gibt es so viele Rezepte, dass man schnell den Überblick verliert.
Hier zeige ich dir nun meine beiden Favoriten.

einfache Erdnusssauce – Schnell und simple

Diese Erdnusssauce ist in unserer Küche zu einem Dauerrenner geworden, weil sie schnell gemacht ist und man die Zutaten dafür eigentlich immer im Haus hat.

Das brauchst du für 2 Portionen:

1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
100 ml Kokosmilch
2 EL Erdnussbutter –achte hier auf die Zutaten! Am besten aus 100% Erdnüssen-
1 EL Reissirup
1 EL Sojasauce –auch hier auf die Zutaten achten-
1 EL Zitronensaft
Chili nach Belieben
Kokosöl

So wird’s gemacht:
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So sieht die schnelle Variante der Erdnusssauce hinterher ungefähr aus

Zwiebeln und Knoblauch schälen und klein schneiden.
Beides kommt in einen kleinen Topf mit Kokosöl.
Brate sie ein paar Minuten an.

Währenddessen kannst du die restlichen Zutaten in einer kleinen Schüssel vermengen.
Wenn du eine dickflüssige Paste hast, kommt diese zu den Zwiebeln und dem Knoblauch in den Topf.
Lass die Sauce jetzt kurz aufkochen.

Und schon ist sie fertig.

So einfach, dass man fast nicht glaubt, wie lecker sie trotzdem ist.

Wenn dir das Ergebnis etwas zu dickflüssig ist, kannst du einfach noch ein bisschen Kokosmilch hinzugeben, bis dir die Konsistenz gefällt.
Wenn sie aber zu dünn wird, dann schmeiß einfach noch ein wenig Erdnussbutter hinzu.

May Kaidee’s Peanut Sauce

Das zweite Rezept ist ein wenig aufwendiger, aber dafür auch noch leckerer.
Der Aufwand lohnt sich also.

Wir haben es aus unserem letzten Thailand-Urlaub mitgebracht.
An dieser Stelle einen lieben Gruß an das Team von May Kaidee, die uns mit ihrem leckeren Essen verwöhnt haben.

Das brauchst du für dieses original thailändische Rezept:

1 EL Kokosöl
1 gehäutete Tomate
1 TL Chili-Paste (mit roter Curry-Paste geht es im Notfall auch)
4-6 EL Kokosmilch/ Kokoscreme (je nachdem welche Konsistenz du bevorzugst)
1 EL geröstete Erdnüsse/ Erdnussbutter
2 TL Kokosblütenzucker
1 TL Limettensaft
2 TL Sojasauce

So wird’s gemacht:

Wenn du die Erdnüsse selbst rösten willst, kannst du sie zuvor einfach für 15 Minuten bei 180 in den Ofen schieben.
Alternativ kannst du aber auch wie im ersten Rezept Erdnussbutter nehmen.

Zum Häuten der Tomate musst du diese zunächst mit einem Messer vorsichtig anritzen.
Danach kannst du sie einfach mit kochendem Wasser übergießen.
Einen Moment warten und schon kannst du die Haut einfach abziehen.

Erhitze das Öl in einem kleinen Topf.

Ein nicht ganz so schönes Foto, aber so sollte die Sauce hinterher aussehen

Ein nicht ganz so schönes Foto, aber so sollte die Sauce hinterher aussehen

Wenn es heiß ist, kannst du die Tomate ohne Haut hineingeben.
Koche sie unter Rühren so lange in dem Öl, bis sie sich auflöst.

Dann kannst du die Hitze runter stellen und die Chilipaste hinzugeben.
Verrühr alles gut, bis du die Unterschiede zwischen Tomate und Chilipaste nicht mehr deutlich erkennen kannst.

Jetzt kommen die Kokosmilch, die Erdnüsse und die anderen Zutaten hinzu.
Rühre ständig um, bis du eine gute Saucenkonsistenz hast.
Sie bleibt dabei aber leicht fettig und glänzend.

Gib vor dem Servieren noch Sesamsamen drüber.

Bei diesem Rezept bleiben Stücke der Tomate übrig und das rötliche Öl wird sich immer wieder absetzen.
Das soll so sein und schmeckt trotzdem super.

Meine Empfehlungen:

Besonders lecker schmecken beide Saucen zu asiatischen Gerichten z.B. Sommerrollen.
Ob als Sauce oder als Topping in Currys: die Erdnusssaucen machen beinahe jedes Gericht ein bisschen leckerer.

In Laos kommt ein kleines Erdnuss-Topping übrigens über die Nudelsuppe.
Das klingt erstmal seltsam, ist aber super lecker.

Du kannst die Sauce aber auch auf ein Gemüse-Tofu-Sandwich geben und es dadurch zu etwas ganz besonderen machen.

Wenn ich die thailändische Variante mache, dann bereite ich immer ein bisschen mehr zu als ich wirklich brauche.
Die Reste kommen einfach in einer Dose in den Kühlschrank.
Da hält sie sich noch einige Tage frisch.

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