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glutenfreie Nudeln – zwei einfache Rezepte

23. Mai 2016

Nudeln gehören für alle Menschen, die ich kenne, zu den wichtigsten Grundnahrungsmitteln.
Sie sind super schnell gemacht und durch die möglichen Soßen unglaublich vielseitig.

Seit ich kein Weizen mehr esse, habe ich eigentlich komplett aufgehört, Nudeln zu essen.
Aber manchmal fehlen sie mir doch.

Ich war begeistert, als ich irgendwann auf Linsen Nudeln gestoßen bin.
Sie sind lecker und haben auch noch gute Proteinwerte.

Aber sie haben auch einen großen Nachteil: Sie sind ziemlich teuer.
Da kann man auch gleich die normalen glutenfreien Nudeln kaufen.

Leckere Nudeln lassen sich aber auch ganz einfach selbst herstellen.
Ich habe keine Nudelmaschine. Damit würden die Nudeln sogar noch besser werden.
Aber wie du sehen wirst, geht es auch so.

Hier zeige ich dir meine beiden liebsten Rezepte.

Kichererbsen Pasta – glutenfreie Nudeln für jeden Tag

Kichererbsennudeln sind super lecker und auch ziemlich simpel herzustellen.

Das vorgestellte Rezept ist mit Ei, allerdings kannst du es auch vegan zubereiten.
Dann musst du nur etwas mehr Flüssigkeit hinein geben.
Sei dabei aber vorsichtig. Du brauchst wirklich nur ganz wenig Wasser.

Theoretisch müsste das Ganze auch mit rotem Linsen Mehl funktionieren.
Das werde ich demnächst ausprobieren und dann aktualisieren, falls das klappt.
Dazu habe ich bis jetzt leider noch kein gutes Rezept gefunden.

Das gesamte Rezept (also 2-3 Portionen) hat etwa 836 Kalorien.
Das klingt erst mal sehr viel.
Denn eine vergleichbare Menge an Weizennudeln bringt gerade mal um die 350-400 Kalorien mit sich.

Aber anders als Weizen haben diese Nudeln kaum einen Einfluss auf deinen Insulinspiegel.

Mit insgesamt fast 90g Kohlenhydraten sind sie nicht unbedingt low carb, aber auf jeden Fall slow carb.
Das heißt, die Kohlenhydrate werden über einen derart langen Zeitraum langsam verdaut, dass immer nur geringe Mengen verstoffwechselt werden.

Insgesamt bringt die gesamte Portion also die folgenden Nährwerte mit sich:
836 kcal
51 g Eiweiß
89,6 g Kohlenhydrate
22 g Fett
32g Ballaststoffe

Dazu musst du noch das Öl rechnen.
Da die Menge sehr individuell und nach Gefühl ist, habe ich es nicht mit eingerechnet.

Das brauchst du für 2 große Portionen

200g Kichererbsenmehl
2 Eier
etwas Öl
1 Prise Salz
etwas Kichererbsenmehl zum Bestäuben

Damit bekommst du auch drei kleinere Portionen hin.
Denn die die hohe Kaloriendichte und die langsame Verdauung bringen einen klaren Vorteil mit sich: Diese Nudeln machen richtig satt.
Und das über einen langen Zeitraum.

Und so wird’s gemacht

Mische zuerst das Mehl und die Eier.
Das geht am besten mit den Händen.
Wenn du den Teig richtig gut geknetet hast, kannst du vorsichtig einen Schuss Öl und eine Prise Salz hinzugeben.
Knete den Teigklumpen nochmal richtig durch.

Der fertig geknetete Nudelteig aus Kichererbsenmehl

Der fertig geknetete Nudelteig aus Kichererbsenmehl

Der Teig bleibt fest und sogar leicht krümelig.
Er darf auf keinen Fall zu weich sein.

Lass den Teig für mindestens 30 Minuten stehen.
Eine Stunde ist aber auch ok.

Danach kannst du eine geeignete Oberfläche –zum Beispiel ein Brettchen- mit Mehl bestreuen.
Nimm einen etwa Esslöffel großen Klumpen Teig in die Hand und bestreue ihn mit Mehl.
Jetzt kannst du ihn mit den Fingern schon ein bisschen auseinander ziehen, bis du einen Fladen hast.

Dann kannst du diesen auf der Unterlage richtig dünn ausrollen.
Du brauchst dafür viel Mehl, weil der Teig sehr klebt.

Wenn die Nudelplatte dünn genug ist, kannst du die Ränder gerade abschneiden, damit eine rechteckige Fläche entsteht.

die fertigen Kichererbsen-Nudeln vor dem Kochen

die fertigen Kichererbsen-Nudeln

Je sauberer du die Ränder abtrennst, desto schöner werden hinterher die Nudeln.
Die Reste kannst du einfach wieder in den übrigen Teig mischen.

Jetzt nimmst du das Messer und schneidest möglichst gleichmäßige Streifen auseinander.
Die kannst du dann vorsichtig ablösen und erst mal auf einen Teller zur Seite legen.
Pass auf, dass du sie nicht wieder zusammenklebst.
Vorsichtiges übereinander legen ist aber kein Problem.

Das wiederholst du, bis der Teig aufgebraucht ist.
Es dauert am Anfang ein bisschen länger, aber bald schon bekommst du Übung darin und dann ist es nicht mehr viel Aufwand.

Jetzt bringst du ganz normal Wasser in einem Topf zum kochen.
Wenn das Wasser kocht, kannst du die Nudeln vorsichtig hinein geben.
Sie sind jetzt schon erstaunlich stabil.

Weil die Kichererbsennudeln nicht so viel Salz aufnehmen wie normale Weizennudeln, kannst du ruhig etwas mehr hinein geben.

Das Wasser wird durch die Nudeln stark aufkochen und schäumen.
Bleib also dabei und rühre mit einem Holzlöffel um, damit nichts überkocht.

Stell deine Eieruhr erst mal auf 5 Minuten und probier dann eine der Nudeln.
Je nachdem wie dick die Nudeln geworden sind und wie du sie gerne magst, brauchen sie etwa 5 bis 10 Minuten.

Dann kippst du sie einfach in einem Sieb aus wie normale Nudeln.

Dazu schmeckt alles, was dir auch zu Weizennudeln schmeckt.

Buchweizen – Nudeln als Spaghetti, Bandnudeln oder Lasagne

Auch die Buchweizennudeln gelingen mit etwas Übung sehr gut.
Allerdings finde ich die Kichererbsennudeln noch leckerer!

Dieses Rezept kommt auch Asien und ist von Natur aus vegan.
Die Arbeitsschritte sind eigentlich gleich, trotzdem sind diese Nudeln schwieriger herzustellen als die Kichererbsennudeln.

Das gesamte Rezept hat insgesamt aber auch weniger Kalorien und dabei alle Vorteile, die die Kichererbsennudeln auch haben.

409,2 kcal
14,46 g Fett
73,38 g Kohlenhydrate
4,02 g Fett
11,28 g Ballaststoffe

Das brauchst du für 2 Portionen

60g Buchweizenmehl
20g Kichererbsenmehl
1 Prise Salz
etwas Wasser

Und so wird’s gemacht

Du gehst ebenso vor wie bei den Kichererbsennudeln.
Mische zuerst das Mehl und gib dann ganz vorsichtig ein oder zwei Esslöffel Wasser dazu.
Knete das erst mal mit den Händen richtig durch.
Wenn der Teig noch zu bröselig ist, gib noch ein wenig Wasser dazu.
Sei hier wirklich vorsichtig. Wenn der Teig zu flüssig ist, funktioniert es nicht.
Die Konsistenz sollte genau so sein wie bei den Kichererbsennudeln.

Jetzt lass den Teig etwa eine Stunde lang stehen.

Die fertigen Buchweizennudeln vor dem Kochen

Die fertigen Buchweizennudeln vor dem Kochen

Dann gehst du genauso vor wie oben beschrieben.
Koche die Nudeln für etwa 5-6 Minuten. Das sollte reichen.

Wenn du Lasagne machen möchtest, dann lässt du die Platte einfach als Ganzes zusammen und legst sie in die Auflaufform.
Das Lösen der Platte ist dann allerdings ein bisschen schwieriger und erfordert viel Fingerspitzengefühl.

Meine Empfehlungen

Eigentlich sind Kichererbsen nicht so stark blähend wie viele der anderen Hülsenfrüchte.
Wenn du trotzdem Probleme damit hast, kannst du einfach eine Prise Natron über die fertigen Nudeln geben.
Dann sind sie insgesamt leichter verdaulich.

 

Kennst du noch andere Rezepte für glutenfreie Nudeln?
Oder hast du eines der Rezepte schon ausprobiert?
Dann schreib einen Kommentar.

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