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12 gute Gründe, Kiwi jeden Tag zu essen

21. April 2016

Kiwis wachsen in ihren Heimatländern in Asien und Neuseeland beinahe so unproblematisch wie Unkraut.
Deshalb gibt es die kleinen, pelzigen Leckerbissen beinahe das ganze Jahr über.
Die meisten Kiwis, die es bei uns zu kaufen gibt, kommen mittlerweile aber aus Italien.

Obwohl es Kiwis in Deutschland erst seit den 70er Jahren gibt, gehören sie mittlerweile zu den beliebtesten Obstsorten.

Kein Wunder.
Kiwis sind lecker und günstig.
Vor allem aber sind sie sehr gesund.

Mit ihrer ausgewogenen Mischung aus verschiedenen Inhaltsstoffen, versorgen sie deinen Körper mit beinahe allen wichtigen Mikronährstoffen.

Die Nährstoffdichte ist dabei höher als bei allen anderen Obstsorten.

Enthalten sind nicht nur die Vitamine C und E, sondern auch mehrere B Vitamine und Vitamin K.
Außerdem findest du in der Kiwi Beta-Carotin.
Besonders reich ist sie an Kalium.
Aber auch Magnesium, Calcium, Eisen, Zink, Kupfer und Phosphor ist in ihr enthalten.
Dazu kommen noch außergewöhnliche Inhaltsstoffe wie die Aminosäure Aginin.
Oder auch Rutin, das Enzym Actinidin und viele Phenolsäuren, vor allem Kaffeesäure, Salizylsäure, Resveratrol, Lutein und Serotonin.
Aber natürlich sind auch viele Ballaststoffe enthalten. Besonders das lösliche Pektin.

Gesunde Eigenschaften der Kiwi

In einer Gesellschaft, in der es für jedes Zipperlein einkiwi-Efraimstochter
Medikament gibt, fällt es oft schwer, die Vielschichtigkeit von natürlichen Nahrungsmitteln zu akzeptieren.

Aber wie alle Pflanzen bestehen Kiwis aus so vielen Nährstoffen, dass sie auf ganz unterschiedliche Art und Weise in unserem Körper wirken.

Die wichtigsten zwölf Auswirkungen der haarigen kleinen Frucht kannst du hier nachlesen.

#1 gegen Stress

Schon wenn du dich 15 Minuten Stress aussetzt, verbraucht dein Körper etwa 300mg Vitamin C, um die negativen Folgen auszugleichen.
Ein Glück, dass die Kiwi doppelt so viel des hilfreichen Vitamins besitzt wie eine Orange.

Vitamin C wirkt zusammen mit den B-Vitaminen und dem enthaltenen Magnesium und stärkt deine Nerven.
Auch Ängste und allgemeine Nervosität werden abgemildert.

Eine Kiwi vor aufreibenden Situationen beispielsweise einem Vorstellungsgespräch hilft dir also, ruhig zu bleiben.

#2 für bessere Laune

Gemeinsam mit der Folsäure und Zink sorgt die Kiwi außerdem dafür, dass du automatisch bessere Laune bekommst.
Auch das Magnesium hilft dir dabei, dich wieder lächeln zu lassen.

Wenn du also merkst, dass du schlecht gelaunt bist, dann iss erst mal eine Kiwi.

#3 Stärkung des Immunsystems

Das Immunsystem wird durch eine Kiwi auf so vielen Wegen gestärkt, dass der Vitamin C-Gehalt hier kaum ins Gewicht zu fallen scheint.

Denn allein die Folsäure sorgt für die vermehrte Bildung von weißen und roten Blutkörperchen und Antikörpern.
So können Virus-Krankheiten effektiver aufgehalten werden.

Aber auch das enthaltene Zink wirkt sich äußerst positiv auf die Immunabwehr aus.
Dazu kommt noch die Aminosäure Arginin und das Flavonoid Rutin, das entzündungshemmend wirkt.
Ebenso gegen Entzündungen hilft auch das ätherische Öl Salizylsäure.
Sie wirkt wie auch das Enzym Actinidin antimikrobiell.

#4 Verbesserung der Durchblutung und Schutz des Herzens

Besonders die Vitamine C, E und K wirken sich positiv auf den Zustand und die Stabilität der Venen und Arterien aus.
Sie verbessern außerdem die Durchblutung und verhindern Blutgerinnsel.
Dadurch kannst du dich mit einer Kiwi effektiv vor Schlaganfällen schützen.

Wie auch die enthaltenen B-Vitamine stärken sie somit dein Herz.
Den gleichen Effekt haben zudem Magnesium, Eisen und Kalium.

Auch Aginin wirkt beschwingend auf den Kreislauf, indem es die Blutgefäße weitet und die Wende stärkt.
Außerdem wirkt die Aminosäure blutdrucksenkend.

Das enthaltene Serotonin kann zwar nicht ins Gehirn gelangen, aber auch im Körper wirkt es sich positiv aus, indem es das gesamte Herz-Kreislauf-System beeinflusst.

#5 für gesunde Zähne und Knochen

Mit einer einzigen Kiwi kannst du bereits 10% deines täglichen Bedarfs an Magnesium, Kalium und Kupfer zu dir nehmen.
Zusammen mit dem enthaltenen Calcium tust du damit deinen Zähnen, Muskeln und Knochen etwas Gutes.
Auch das enthaltene Vitamin K stärkt deine Knochen.

#6 Cholesterinsenkend

Die enthaltenen Ballaststoffe wirken sich positiv auf deinen Cholesterinspiegel aus.
Dadurch hilft die Kiwi dir, insgesamt gesünder zu leben.

#7 für schönere Haut

Nicht nur die zahlreichen Antioxidantien schützen die Haut vor freien Radikalen und verhindern dadurch vorzeitige Hautalterung.
Das Vitamin C unterstützt zusätzlich die Bildung von Kollagen, das die Haut straffer werden lässt.

Die Pflanzenstoffe Lutein und Rutin schützen die Haut zugleich vor UV-Strahlung.
Und die Salizylsäure hilft gegen Akne.

#8 gegen Verdauungsbeschwerden

Neben dem hohen Gehalt an Ballaststoffen ist es vor allem das Kalium, das die Verdauung in Schwung bringt und Verstopfungen vorbeugt.

Gegen Durchfall schützt die vielseitige Salizylsäure.
Auch das enthaltene Serotonin wirkt sich positiv auf den Magen-Darm-Trakt aus.

Eine Kiwi zum Frühstück und Verdauungsprobleme gehören der Vergangenheit an.

#9 gegen Kopfschmerzen

Wusstest du, dass die Salizylsäure der Wirkstoff des Aspirins ist?

Mit dem hohen Gehalt an dem ätherischen Öl wirkt die Kiwi Kopfschmerzen entgegen.
Eine Kiwi kann eine Tablette spielend leicht ersetzen.
Obwohl der schmerzstillende Effekt erhalten bleibt, fallen doch alle negativen Nebenwirkungen des Aspirins weg.

Da Kopfschmerzen auch auf einen Nährstoffmangel hinweisen können, wirken auch die vielen anderen Inhaltsstoffe der Kiwi dem Schmerz entgegen.

#10 besser Schlafen

Laut einer Studie aus Taiwan hat die Kiwi zudem erstaunliche Effekte auf das Schlafverhalten.
Nach vier Wochen mit regelmäßigem Kiwi-Verzehr konnte bei den Testpersonen eine Verbesserung des Einschlafens, der Schlafdauer und –tiefe beobachtet werden.
Dies scheint eine natürliche Folge aus all den oben bereits beschriebenen Effekten zu sein.
Besonders der hohe Gehalt an Antioxidantien soll sich positiv auf den Schlaf auswirken.

Leider wurde die Studie von Zespri finanziert, also muss man mit diesen Ergebnissen vorsichtig sein.

#11 Schutz vor verschiedene Krankheiten

Durch die vielen verschiedenen Inhaltsstoffe können Kiwis auf viele Krankheiten vorbeugend wirken.
So wurden Kiwis im Zusammenhang mit der Prophylaxe gegen Arteriosklerose, Alzheimer, Arthritis und Autoimmunkrankheiten betrachtet.

Durch die Wirkung von Resveratrol auf die Telomere wird diesem Polyphenol zudem eine lebensverlängernde Wirkung nachgesagt.

#12 gegen Magenkrebs

In der Kiwi sind außerdem viele Phenolsäuren enthalten.
Darunter besonder stark die Kaffeesäure.

Diese verhindert ebenso wie Vitamin C die Bildung von Nitrosaminen aus Nitraten und Nitriten im Magen.
Dadurch wird ein wichtiger Auslöser für Magenkrebs ausgemerzt.

Wer nicht auf Kiwis verzichten sollte

Kiwis sind also für alle Menschen gesund.

Aber es gibt auch einige, die besonders stark von Kiwis profitieren und deshalb nicht auf sie verzichten sollten.

Zum einen sind das die Diabetiker.
Denn der hohe Vitamin C-Gehalt ist gerade für sie besonders wichtig.
Mit einer Kiwi am Tag können sie ihre Cholesterin- und Insulinwerte verbessern.

Sportler haben einen höheren Verbrauch an beinahe allen Mikronährstoffen.
Bei anstrengenden Trainingseinheiten wird der Körper zudem oxidativen Stress ausgesetzt.
Eine Kiwi vor oder nach dem Sport kann nicht nur gegen beides helfen, sondern gleicht auch den Wasserverlust aus.

Aber auch Raucher sollten die gesundheitlichen Vorteile der Kiwi nutzen.
Zwar bietet die Kiwi keinen Schutz vor Lungenkrebs, aber sie gleicht die durch Schadstoffe zerstörten Vitamine wieder aus.

Kiwis kaufen und lagern

Bei all den Vorteilen der Kiwi willst du jetzt natürlich sofort welche kaufen gehen?
Hier sind noch ein paar nützliche Tipps, die du beachten solltest.

Reife Kiwis geben auf Daumendruck leicht nach.
Ihre Haut sollte straff, nicht verschrumpelt sein.

Kannst du die Kiwi stark eindrücken, dann ist das Obst schon überreif.
Dann schmecken sie nicht mehr und enthalten auch kaum noch Nährstoffe.

Noch harte Kiwis reifen bei Zimmertemperatur innerhalb weniger Tage nach.
Hast du sie aber schon eine Woche rumliegen ohne dass sie weicher geworden sind, dann werden sie es wahrscheinlich auch nicht mehr.

Im Kühlschrank halten sich weiche Kiwis etwa eine Woche.
Harte Kiwis werden im Kühlschrank daran gehindert, nachzureifen.
Sie halten sich dann noch bis zu zwei Wochen.

Weiche Kiwis kannst du einfach auslöffeln oder auch wie einen Apfel essen.
Harte Kiwis sollten besser geschält und in Stücke geschnitten werden.

Wenn der weiße Stiel innerhalb der Kiwi hart, das Fruchtfleisch glasig und geschmacklos ist, wurde die Kiwi entweder zu früh geerntet oder schon seit mehreren Monaten gelagert.
In beiden Fällen spricht das eher für schlechte Qualität mit wenigen Nährstoffen.

Kiwis werden insgesamt nicht so stark gespritzt wie viele andere Obstsorten.
Wenn du die gesunde Schale mitessen willst, solltest du dennoch unbedingt Bio-Kiwis kaufen.

Achtung bei Kiwi-Allergie

Obwohl Kiwis so gesund sind, gibt es auch Menschen, die allergisch auf sie reagieren.
Meist sind diese gleichzeitig gegen Ananas und Papaya allergisch.

Typische Symptome sind Magen-Darm-Beschwerden, aber auch Schwellungen im Mundbereich und Gesicht.
Wenn du eine allergische Reaktion feststellst, solltest du besser ganz auf Kiwis verzichten.
In schlimmen Fällen kann der Verzehr zu Schockzuständen und Asthma führen.

Meine Empfehlungen

Ich würde dir empfehlen jeden Tag zumindest eine Kiwi zu essen.
Ich esse jeden Morgen entweder eine im Smoothie oder vor dem Frühstück.

Wenn ich viel Sport mache oder starkem Stress ausgesetzt bin, esse ich am Nachmittag noch eine Kiwi zusätzlich.

Viele der Inhaltsstoffe stecken in der Schale, deshalb wäre es besser, diese mit zu essen.
Wenn du die enthaltene Nährstoffdichte mit bedenkst, sind die Bio-Kiwis gar nicht so viel teurer.

Einen großen Vorteil hat die Kiwi zusätzlich.
Kiwis erfrischen, helfen gegen den kleinen Hunger und können auch einfach mitgenommen und unterwegs gegessen werden.
Mit ihrer grün-leuchtenden Farbe sehen sie auch noch super aus.

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Quellen und weiterführende Literatur

Enviormenzal Working Group

Everson C. et al.: Antioxidant defense responses to sleep loss and sleep recovery. Am J Physiol Regul Integr Comp Physiol. 2005 Feb;288(2): S. 374-83.

Cahill G. & Besharse J.: Circadian Regulation of Melatonin in the Retina of Xenopus laevis: Limitation by Serotonin Availability. Journal of Neurochemistry 1990 Volume 54, Issue 2, pages 716–719

Lin, H. et al.: Effect of kiwifruit consumption on sleep quality in adults with sleep problems. Asia Pac J Clin Nutr. 2011;20(2): S. 169-74. (von Zespri finanziert)

Hubbard B. et al.: Evidence for a Common Mechanism of SIRT1 Regulation by Allosteric Activators. In: Science. 2013, S. 1216–1219

Rehner G. & Daniel H.: Biochemie der Ernährung. 2010.

Haller D. et al.: Biofunktionalität der Lebensmittelinhaltsstoffe. 2013.

Ebermann R. & Elmadfa I.: Lehrbuch Lebensmittelchemie und Ernährung. 2008.

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