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Wärmende Kürbissuppe – Gesundheits-Kick für kalte Tage

6. Oktober 2016

Der Herbst ist mit seinem kalten, nassen Wetter jetzt vollends bei uns angekommen.

Aber das Oktoberwetter hat auch seine guten Seiten.

Denn bei der Kälte kannst du dich nicht nur ausgiebig deiner Liebe zu Suppen hingeben.
Es gibt auch viele tolle Obst- und Gemüsesorten, die dich für den Regen entschädigen und vor Erkältungen schützen können.

Eine dieser wichtigen Obstsorte ist der Kürbis.
Man will es kaum glauben, aber Kürbisse sind eigentlich Beeren und kein Gemüse.

Die vielen Sorten sind heute weltweit verbreitet und wachsen unter den unterschiedlichsten Bedingungen. Ursprünglich kommt der Kürbis aber aus Amerika.

Gegessen werden kann davon alles. Das Fruchtfleisch ebenso wie die Kerne, die Blätter und sogar die Sprossenspitzen.

Selbst in der traditionellen Medizin werden verschiedenen Teilen des Kürbis heilende Wirkungen zugesprochen.
Zu Recht! Denn Kürbisse sind nicht nur lecker, sie bringen auch eine Menge Nährstoffe mit auf den Teller.

Warum Kürbisse so gesund sind

Mit gerade Mal 27 Kalorien auf 100g Kürbisfleisch ist die Frucht ein ideales Essen für alle, die abnehmen wollen.
Mit dem hohen Gehalt an Wasser (bis zu 90%) und etwa 2,5% Ballaststoffen, ist Kürbis aber auch für alle anderen eine lohnende Nahrungsquelle.

Die Kalorien kommen beinahe ausschließlich aus Kohlenhydraten. Neben 8g davon, bringen Kürbisse nämlich nur noch 1g Eiweiß und beinahe gar kein Fett mit.

Dafür können sie mit der Fülle an Nährstoffen richtig auftrumpfen.54-kuerbis-naehrwerte

Neben [Vitamin C, Vitamin E und verschiedenen B-Vitaminen weisen Kürbisse auch eine große Menge an Carotinoide auf, die eine Vorstufe des Vitamins A bilden.
So schützt eine Portion Kürbis nicht nur deine Zellen, er verbessert auch die Wundheilung, die Eisenaufnahme und das Sehvermögen.
Die B-Vitamine schützen das Nervensystem, sind an Stoffwechselprozessen beteiligt und regulieren die Genfunktion.
Daneben wirken Vitamin C, E und die Carotinoide antioxidativ und stärken das Immunsystem.

Mit den Mineralstoffen Kalium, Phosphor, Calcium und Magnesium bietet der Kürbis eine ganze Spannbreite der lebenswichtigen Mineralien.
Aber auch die Spurenelemente Eisen, Zink und Selen sind enthalten.
So wird nicht nur der Wasserhaushalt effizienter reguliert, auch das Bindegewebe wird gestärkt und die Verdauung verbessert.
Daneben stärkt der Kürbis den Sauerstofftransport und wirkt sich positiv auf alle Prozesse in deinem Körper aus.

Zusätzlich enthält Kürbis viele sekundäre Pflanzenstoffe wie die Phytosterine, die hormonähnliche Wirkungen entfalten und dadurch bei Blasen- und Prostataproblemen helfen können.

All diese Nährstoffe sind nichts Besonderes. Wir finden sie in vielen Pflanzen.
Das Besondere am Kürbis ist aber, dass seine Inhaltsstoffe auch durch lange Lagerung nicht verloren gehen.
In vielen Studien wurde sogar gezeigt, dass selbst beim starken Erhitzen höchstens 10% der Vitamine verloren gehen.

Eine echte Wunderbeere!

Kauf und Lagerung

Der Kauf von Kürbissen ist eigentlich ganz einfach.
Du klopfst drauf und wenn es sich hohl anhört, ist der Kürbis reif.
Der Stiel sollte zudem verholzt sein.
Manche Kürbisse wie der Butternut können auch noch nachreifen.

Den gekauften Kürbis kannst du bis zu einem halben Jahr lagern. Dazu benötigt er jedoch Temperaturen zwischen 10 und 15 °C.
Sieht der Kürbis nicht mehr so schön aus, dann kannst du ihn als Kürbismus einfrieren oder sogar zu Marmelade weiterverarbeiten.

Achtung: Giftig!

Wenn der Kürbis stark bitter schmeckt, solltest du ihn lieber nicht mehr essen.
Manchmal können im Kürbis nämlich die Bitterstoffe Cucurbitacine enthalten sein.
Sie sind giftig und greifen den Magen und die Darmschleimhaut an.

Zum Glück kann man Kürbis auch roh essen, so kannst du vor dem Kochen einfach ein kleines Stück probieren.

Curry-Kürbis-Suppe

Mit Kürbis kannst du eigentlich alles anstellen.
Als Rohkost schmeckt er ebenso gut wie als Kuchen, im Brot, überbacken, als Nudelsoße oder als Aufstrich.
Ein echter Klassiker ist aber die Kürbis-Suppe.

Das brauchst du für 3-4 Portionen Kürbissuppe:54-kuerbissuppe-im-topf

1 EL Kokosöl

1 Knoblauchzehe

2 Schalotten

1-2 TL rote Currypaste

200 ml Gemüsebrühe

500g Kürbis (Butternut/ Hokkaido je nach Geschmack)

350 ml Kokosmilch (ungesüßt)

frisches Basilikum zum Garnieren

So einfach geht’s:

Wir haben bisher fast immer einen Butternut-Kürbis benutzt.
Den musst du zuerst waschen und schälen.
Um das ein bisschen leichter zu machen, kannst du ihn vorher kurz im Backofen erhitzen, bis er weich geworden ist.

Leg den in Stücke geschnittenen Kürbis dann erst mal zur Seite.
Schneide die Zwiebeln und Knoblauchzehe in kleine Würfel und erhitze dabei auf mittlerer Stufe das Öl in einem großen Topf.

Zwiebeln und Knoblauch werden darin kurz angedünstet und dann mit der Currypaste vermischt. Dünste beides zusammen etwa eine Minute weiter.
Die Menge an Currypaste ist Geschmackssache und hängt auch von der Sorte ab. Du musst also ein bisschen herum probieren, bis du die ideale Dosierung gefunden hast.

Wenn sich der Duft von Zwiebeln, Knoblauch und Curry breit macht, kannst du das Ganze mit Kokosmilch und Gemüsebrühe ablöschen.
Gib jetzt auch den Kürbis hinzu.54-kuerbissuppe

Lass die Suppe einmal aufkochen und dann auch niedriger Stufe weiter köcheln, bis der Kürbis weich ist.
Das dauert meist nur zehn Minuten.

Dann kannst du den Topf von der Herdplatte nehmen und alles pürieren, bis eine sämige Suppe entsteht.

So warst du insgesamt vielleicht 25 Minuten mit Kochen beschäftigt und hast ein super leckeres, sättigendes Gericht zubereitet.

Wenn du magst, kannst du auch noch Kartoffeln oder weiße Bohnen hinzugeben, um die Suppe etwas gehaltvoller zu machen.
Besonders gut machen sich auch ein paar Kürbiskerne auf der Suppe.

Nach dieser Suppe ist dir garantiert nicht mehr kalt.

 

Was ist dein Lieblings-Kürbisgericht?

 

Quellen:

Bognar, A.: Nährwert- und Vitamingehalte ausgewählter Winterkürbissorten. In: Ernährungs-Umschau 53, Heft 8, 2006. S. 305-308.

Buchter, H.: Genuss und Gesundheit: Kürbis. In: Gemüse 10, 2003. S.51.

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